Meine Politik

Arbeiten in Datteln: Sicherung und Neubeschaffung von Arbeitsplätzen

Datteln ist ein wichtiger Standort sowohl für das produzierende Gewerbe als auch im Dienstleistungsbereich. Ich und meine Partei, die Dattelner SPD, wollen uns um die Sicherung von Arbeitsplätzen ebenso kümmern wie um die Neuerschaffung. Dies bedeutet, dass man sich um die ansässigen Unternehmen kümmern muss und positive Rahmenbedingen für die Ansiedlung neuer Unternehmen schafft.

Jedes Projekt, welches zur Verringerung der Arbeitslosigkeit beitragen kann, soll überprüft und unterstützt werden. Unsere Anstrengungen in dieser Hinsicht beschränken sich nicht nur auf den Standort Datteln, sondern wir setzen uns für interkommunale Zusammenarbeit in der Region ein und möchten die derzeitigen Handlungskonzepte gemeinsam mit den kommunalen Partnern in unserer Region verbessern.

Ausbau der Industriebrachennutzung durch ansiedlungswillige Unternehmen

In den Städten stehen nur noch wenige Flächen für produzierendes Gewerbe zur Verfügung, aber die hohen Arbeitslosenquoten in unserer Region erfordern die Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen in erreichbarer Nähe, dabei setzt sich die SPD dafür ein, die derzeitigen und zukünftigen Industriebrachen Emscher Lippe I/II, Ruhrzink und das Gelände des Kraftwerks Datteln I bis III zu sanieren und zu entwickeln. Unser Anliegen ist es, dass alte Industriestandorte keine langjährigen Industriebrachen werden sollen, sondern planmäßig und geordnet für eine Nutzung durch ansiedlungswillige Unternehmen zur Verfügung gestellt werden sollen.

Konsequente Weiterentwicklung der Gewerbegebiets- und Wirtschaftsförderung

Die SPD wird die in der Vergangenheit eingeschlagenen Wege, eine konsequente Weiterentwicklung der Gewerbegebiete zu fordern, weiter fortgesetzt. Wir möchten den Erhalt und die Entwicklung ansässiger und neuer Unternehmen durch günstige Rahmenbedingungen fördern. Hierzu gehört auch, dass die Wirtschaftsförderungsangebote an Unternehmen und die damit verbundene Verwaltungstätigkeit transparenter werden. Unternehmen müssen Datteln als Standort wahrnehmen, der nicht nur logistische Vorteile hat, sondern auch die geschäftlichen Aktivitäten im Fokus hat. Transparenz führt langfristig zu Vertrauen, und nur so ist eine Bindung von Unternehmen an unsere Stadt gesichert.

Unterstützung des Projekts newPark

Diese Transparenz gilt auch für das Projekt newPark. Wir unterstützen dieses Projekt, denn wir betrachten es als realistische Chance für die gesamte Region. Durch die Entwicklung dieser Industriefläche kann eine erhebliche Anzahl von Arbeits- und insbesondere von Ausbildungsplätzen erzielt werden. Als Dattelner Sozialdemokraten begrüßen wir die weiteren Anstrengungen der Region für die Realisierung und sind im weiteren Verlauf gefordert, alle begleitenden Maßnahmen zu unterstützen, die zur schnellen Umsetzung und damit zum Erfolg der Entwicklung dieser Industriefläche von landespolitischer Bedeutung beiträgt. Zu beachten ist hierbei auch, dass im Bereich des newParks eine interkommunale Zusammenarbeit entstanden ist, welche zeigt, dass die Forderungen, die wir in der Vergangenheit an eben eine solche Zusammenarbeit hatten, erfüllbar sind und diese zu guten Ergebnissen führen kann. Als einzelne Städte werden wir auch in Zukunft im Zusammenhang mit Fördertöpfen kaum noch wahrgenommen, als Region sind wir vielmehr in der Lage Projekte förderfähig darzustellen.

Entwicklung des Wasserwegenetzes

Natürlich sind wir, die wir am größten Kanalkreuz der Welt wohnen, mit den Binnenschiffern eng verbunden. Wir werden jede Chance nutzen, um den Binnenschiffern am Kanal ihr Überleben zu sichern. Hierbei muss Wert gelegt werden auf die Modernisierung und Wirtschaftlichkeit des Transportes über das Wasserstraßennetz. Insoweit sind die Werbeflächen, welche entwickelt werden, optional auch mit einer Anbindung an das Wasserwegenetz zu entwickeln. Die Wirtschaftsförderung muss damit beauftragt werden, Investoren auf diese Möglichkeit des Transportes hinzuweisen, um den Binnenschiffern die Möglichkeit zu geben, auch in Zukunft zu arbeiten. Wir machen uns für den Ausbau der Kanäle und der Schleusen in den dafür zuständigen Gremien stark.

Stärkung der Arbeitsplätze im Gesundheitsbereich

Im Gesundheitsbereich ist Datteln mit den beiden großen Arbeitgebern Vestische Kinderklinik GmbH und St. Vincenz Krankenhaus im Verbund mit einem Netz von Arzt- und Pflegepraxen eine wichtige Säule unserer Wirtschaft. Insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel wird diese Säule von uns auch weiterhin unterstützt. Wir machen uns für den Erhalt der Arbeitsplätze in diesem Bereich und der Wohnort nahen Entwicklung eben dieser Einrichtungen stark.

Förderung von Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen

Nicht nur an dem Umstand, dass wir die Einrichtung eines Ausschusses für Menschen mit Beeinträchtigung gefordert haben, erkennt man, dass wir die Einbindung von Menschen mit Beeinträchtigungen fördern. Es ist unsere sozialpolitische Aufgabe, Menschen mit Einschränkungen eine berufliche Existenzgrundlage zu schaffen und zu sichern. Wir werden uns deshalb auch weiterhin dafür einsetzen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen Ausbildungs- und Arbeitsplätze erhalten. Inklusion ist für uns ein Thema, dass in allen gesellschaftlichen Bereichen Einzug halten muss.

Unterstützung des heimischen Handwerks

Die Stärkung des heimischen Handwerks, des Gewerbes, des Einzelhandels, der mittelständischen Betriebe und der Kleinbetriebe in Datteln liegen uns besonders am Herzen.

Die Stadt als Arbeitgeber

Darüber hinaus muss die Stadt sich ihrer Funktion als Arbeitgeberin und der sich daraus ergebenen Verantwortung bewusst sein. Aus diesem Grunde setzen wir uns dafür ein, dass junge Menschen in städtischen Einrichtungen und Dienststellen weiter qualifiziert ausgebildet werden. Diese Ausbildung kann auch in Berufen geschehen, welche außerhalb der Verwaltung eine Zukunft bieten.

Förderung des privaten Engagements im Freizeitsektor

Aufgrund unserer geographischen Lage ist der Freizeit- und damit verbundene Dienstleistungssektor ein Bereich, welcher eine weitere große Chance bietet, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Wir fördern daher alle privaten Initiativen, die in diesem Sektor zur Schaffung solcher Plätze tätig werden. Insoweit fordern wir von der Wirtschaftsförderung, den Freizeitsektor als wichtigen Standortfaktor anzuerkennen und dementsprechend zu bearbeiten.



Aus dem Dialog mit den BürgerInnen – auch dafür stehen wir ein:

  • Arbeit sichern - Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze schaffen - und auskömmlich zu bezahlen dafür stehen wir ein. 8,50 Euro Mindestlohn ist ein Anfang, den wir unterstützen.

  • Gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe wird auch in Datteln vielfach erst über Arbeit gewonnen. Politik schafft außerhalb der kommunalen Verwaltung selbst keine Arbeit, aber sie kann die Voraussetzungen erhöhen, dass Arbeitsplätze durch die Wirtschaft geschaffen, bestehende Arbeitsplätze gesichert werden und Teilhabe ermöglicht wird.

  • Wir haben traditionell als Partei der ArbeitnehmerInnen ein besonderes Ohr für diese Bevölkerungsgruppe und stellen Ihre Anforderungen an ein selbstbestimmtes Leben in den Vordergrund. Wir fördern aber auch UnternehmerInnen und Selbständige unserer Region, die sich in ihrem wirtschaftlichen Betätigungsfeld der Verantwortung für Ausbildungsplätze, Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und guter Lohn für gute Arbeit bewusst sind und ihren Beitrag zur Entwicklung in Datteln leisten.

  • Wir wollen die Ausbildungsfähigkeit, die Zahl der Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze in unserer Region erhöhen, um ArbeitnehmerInnen und deren Familien wieder eine Existenz außerhalb von Hartz 4 zu geben.

  • Wir wollen Ausbildungsplätze und Beschäftigungsmöglichkeit insbesondere auch für junge Menschen schaffen und hierfür auch eine Zusammenarbeit der Arbeitsagentur, der Wirtschaft und öffentlicher Institutionen fördern.

  • Unsere dicht besiedelte Region mit wegbrechenden Arbeitsplätzen in Bergbau und anderen konjunkturschwachen Branchen braucht Arbeitsplätze in Handwerk, Dienstleistung, in Mittelstand und auch im industriellen Bereich, dafür stehen wir.

  • Industriebrachflächen, wie das ehemalige Gelände Ruhrzink sind für gewerbliche Ansiedlungen zu reaktivieren. Aber aufgrund Einschränkungen durch planerische Gesetzesvorgaben reichen diese oft innerstädtischen Flächen bei weitem nicht aus, dessen sind wir uns bewusst.

  • Das Projekt „newPark“ in den Dattelner Rieselfeldern ist neben anderen Wirtschaftsentwicklungs-Projekten für unsere Region als großflächige Industriefläche von existenzieller Bedeutung für die Zukunft der derzeitigen und nachfolgenden Generation. Wir werden weiterhin auch mit den Unterstützern im Kreis für eine Realisierung dieser Industriefläche von landespolitischer Bedeutung kämpfen.

  • Wir wollen die Verkehrsverbindungen schaffen, die für die wirtschaftliche Entwicklung notwendig sind und werden bei Bund und Land weiterhin auf die B474n drängen.

  • Wir leben in einer Energieregion. Der Steinkohlebergbau ist ein Teil unserer gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung. Wir möchten konventionelle Energiegewinnung als Basisenergie im Mix mit regenerativen Energien solange erhalten wissen, wie dieser Energiemix die Haushalte und die Wirtschaft mit bezahlbarer und verlässlicher Energie versorgen kann. Wir möchten, dass Datteln 4 ans Netz geht, da auch Kraftwärmekoppelung (Fernwärme) für uns eine zukunftsfähige, umweltgerechte Energieform ist, auf die wir nicht verzichten wollen.

  • Wir stehen zu unserer medizinischen Branche mit den großen Arbeitgebern Vest. Kinder- und Jugendklinik und das St. Vincenz- Krankenhaus im Verbund der Vestischen Caritas Kliniken und werden ihre Entwicklung im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Wir wollen ein medizinisches Versorgungsnetz aus arbeitspolitischen Gesichtspunkten fördern und dabei auch das Wohnen unserer SeniorInnen in ihrer gewohnten Umgebung so lange als möglich unterstützen. Wir wollen sichere und gute Arbeitsplätze in der stationären Altenpflege und Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflegebranche fördern.

  • Wir wollen unsere Stadtteile sanieren und damit auch die Bauindustrie in unserer Region stärken. Guter Wohnraum zu bezahlbaren Mieten ist ein zusätzlich wichtiger Wirtschaftsfaktor bei der Gewinnung von Fachkräften.

  • Wir wollen Dienstleistung und Handel der Dattelner Innenstadt fördern und die Innenstadtentwicklung zukunftsfähig ausbauen. Dabei ist auf ausreichenden Parkraum genauso Wert zu legen, wie auf eine attraktive Produktpalette. Qualitativ gute Ergänzungen in der Struktur werden wir vorantreiben, dabei erhalten wir uns aber auch den Blick für das Machbare in einer Stadt unserer Größe. Der sensible Einzelhandelsbereich der Unteren Hohe Straße und des Tigg muss weiterhin unter Einbeziehung der AnwohnerInnen und LadeninhaberInnen stetig mit Blick auf die strukturelle und demographische Entwicklung mit neuen Konzepten und modernen Geschäfts- und Gastronomieideen gestärkt werden. Nur moderne Strukturen mit Gaststätten und kreativen Läden können dem Stillstand und Rückbau entgegenwirken. Unsere Nebenzentren als fußläufige Nahversorgungszentren in Süd, Ahsen und Horneburg wollen wir erhalten und mit attraktiven Maßnahmen und Projekten stützen.

  • Frauenförderung beginnt bei uns bereits als Vorbildfunktion in der Stadtverwaltung. Wir wollen ein Kontrollsystem, welches gleiche Bezahlung bei gleichwertiger Arbeit sichert und die Frauenförderung unterstützt. Wir wollen die Geschlechtergerechtigkeit. Menschen, die einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen, müssen von ihrer Arbeit auch menschenwürdig leben können. Hier kann die Stadt mit gutem Beispiel voran gehen. Wir wollen das Ziel verfolgen, dass bei städtischen Ausschreibungen das Tariftreue- und Vergabegesetz vorbehaltlos eingehalten und überprüft wird.

  • Wirtschaftsförderung muss regional noch mehr gebündelt werden, getrennte Strukturen sind zusammenzuführen. Der Kreis Recklinghausen und die Region müssen nach außen als ein Wirtschaftsstandort auftreten. Die regionale Wirtschaftsförderung auf Ebene des Kreises Recklinghausen ist materiell und personell so auszustatten, dass wir uns der zunehmenden Konkurrenz als Wirtschaftsstandort und als Förderregion stellen können. Die Wirtschaftsförderung mit regionaler Bedeutung darf nicht an den Grenzen unserer Stadt enden und sollte von der Kreisverwaltung Recklinghausen nicht moderiert, sondern maßgeblich gesteuert werden. Damit wird die kommunale Wirtschaftsförderung als Unterstützung der Unternehmen vor Ort, zur Stärkung des Handels etwa mit Projekten wie Dattelner Servicepreis oder Datteln im Licht und der Detailkoordination entlastet.